Bildung und Vermittlung am Humboldt Forum, Part II.

„Revisiting Collections –
Transformationen der Kulturellen Bildung am Beispiel der digitalen Vermittlung von außereuropäischen ethnologischen Sammlungen.“

Die Entwicklungen im digitalen Bereich, etwa die Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR), bieten den Museen und universitären Sammlungen neue Chancen zum Umgang mit und in der Vermittlung kulturellen Erbes. VR und AR gelten, gemeinsam mit anderen Werkzeugen wie 3-D Ausdrucken, der Digitalisierung von Sammlungsbeständen und Drohnen als Möglichkeit, das kulturelle Erbe rund um den Erdball zu konservieren, zu bewahren – und es aus mehreren Perspektiven sichtbar zu machen. Damit sich das Potenzial eines offenen Museums als zukunftsfähig erweist, braucht es aber geschultes Personal und vor allem Wissen um die Möglichkeiten des Digitalen, auch um die eigene Deutungshoheit kritisch zu reflektieren, wissenschaftlich zu erfassen und zu evaluieren.
Es gibt viele Pilotprojekte, jedoch bislang keinen umfassenden Überblick über digitale Projekte in ethnologischen Sammlungen. Es wurde noch wenig erforscht, welche Chancen Digitalisierungsprozesse überhaupt für ethnologische Sammlungen bieten, aber auch, welche Voraussetzungen zunächst erfüllt sein müssten (etwa eine Definition von Begriffen wie „Shared Heritage“ oder des/der Expert_in) und welche Konsequenzen eine Umsetzung von Konzepten der „Multiperspektivität“ oder der „Teihabe“ für die Sammlungen hätten. Darüber hinaus gibt es bislang kaum Untersuchungen darüber, welche Möglichkeiten neue Technologien bieten, um mit digitalen Sammlungen umzugehen. Diese Lücken sucht das Vorhaben zu schließen.